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DAS GRÜNE GOLD DES FRÜHLINGS - Jakob Mehltreters Kitchen

Angeln ist mehr als nur Fische fangen. Und Karpfenangeln erst recht. Es bedeutet für mich ein Gespür für die Natur zu entwickeln und sie in der Zeit am Wasser so intensiv wie möglich zu erleben und zu wertschätzen. Das lässt sich wunderbar mit meiner Leidenschaft für gutes Essen und dessen Zubereitung verbinden. Kochen hat in meiner Karpfenangelei einen festen Platz eingenommen. Denn mit wenigen Zutaten, oft in der umliegenden Natur zu finden, entstehen die leckersten Gerichte und heben die Qualität der Zeit am Wasser erheblich an.
Genau darum soll es in den kommenden Folgen von „Jakkos Kitchen“ gehen. Mein Ziel ist es zu vermitteln, dass auch am Wasser mit wenig Aufwand bestes Essen gekocht werden kann. Und das mit Zutaten, welche zur jeweiligen Jahreszeit am Wasser zu finden sind. Natürlich verbinde ich das mit einem Einblick in das anglerisches Vorgehen der jeweiligen Session.

Das Grüne Gold des Frühlings
Mit den ersten warmen Tagen des Jahres beginnt für die meisten Angler die Saison. Zeitgleich erwacht die Natur und fängt an zu sprießen und zu ergrünen. Genau in dieser Zeit wächst in rauen Mengen ein unscheinbares Pflänzchen. Der Bärlauch.

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Vor allem in Wäldern rund um unsere Angelgewässer wächst dieses Pflänzchen im Frühling in rauen Mengen und ist durch den Knoblauchartigen Geruch und Geschmack kaum zu verwechseln. Lediglich das Maiglöckchen ähnelt, ist jedoch geruchslos und hat wesentlich dickere und glattere Blätter und wächst zudem erst einige Wochen später. In meinen ersten, meist kürzeren Ansitzen im Jahr bildet also dieses Pflänzchen die Basis für eines der einfachsten aber leckersten Gerichte. „Bärlauchbutter-Spaghetti“
Über Ostern besuchte Vlado aus Hamburg den Badgerbau für einige Tage. Klar dass es trotz dieser launischen Zeit auch ans Wasser gehen musste. So beschlossen Vlado und ich gemeinsam einen nahe gelegenen Altrhein zu beangeln. Da es über Tags viel zu erledigen gab, schafften wir es erst relativ spät ans Wasser. Schnell beköderten wir unsere Ruten mit präparierten Hookaz, warfen sie an die erfolgversprechenden Stellen und fütterten einige Ballen Feed Cloudz ein paar GLM Boilies. Das sollte eigentlich für einen Biss reichen. Höher waren unsere Erwartungen auch nicht.

2.12.2
Beide schoben wir einen enormen Kohldampf, sodass es für mich höchste Eisenbahn war uns etwas auf die Teller zu bringen. Ich wollte mich nicht lumpen lassen, denn Vlado als gelerntem Koch, konnte ich nichts Halbherziges vorsetzen.
Von Zuhause hatte ich noch einen Klotz Butter mitgenommen. Salz, Pfeffer, Olivenöl und einen Packen Spaghettini habe ich meistens sowieso immer dabei. Einzig die benötigte, ordentliche Handvoll Bärlauch musste ich noch schnell sammeln. Das dieser jedoch schon hinterm Zelt wucherte war das kein Problem. Mehr braucht es auch schon nicht.

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Zuerst gilt es das Büschel Bärlauch, ohne Stängel, sehr fein zu Hacken. Ein scharfes Messer und ein Brettchen, welche generell immer Platz in meinem Equipment finden, erleichtern das ganze erheblich. Das feine Hacken ist enorm wichtig, da das volle Aroma so zur Geltung kommt.

4.14.2
Den gehackten Bärlauch gebe ich in ein Gefäß wie einen kleinen Topf oder eine Schale. Auf die Menge Butter, die ich mit Bärlauch vermische benötige ich etwa die doppelte Menge an gehacktem Bärlauch. (Volumen)

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Die Butter gebe ich in Scheiben hinzu, damit sich das anschließende vermischen mit einer Gabel einfacher gestaltet. Um dem ganzen mehr Inhalt zu geben kommt noch ein ordentlicher Schuss Olivenöl sowie vorzugsweise grobes Meersalz und Pfeffer hinzu.

6.16.2Ich vermenge alles so lange, bis der Bärlauch gut in die Butter eingearbeitet ist und es eine einheitliche Masse bildet.

7Jetzt nur noch schnell ein Topf Spaghettini gekocht, ordentlich Bärlauchbutter in die fertigen und abgegossenen Nudeln verrührt und es gibt Essen. Saisonal, regional, einfach, schnell und was auch immer. Einfach super lecker.

8.18.2Trotz zufriedener Mägen blieben unsere Ruten unberührt. Lediglich ein paar Brassen zupften gelegentlich an den Rigs herum. Der ständig wechselnde Luftdruck und das unbeständige Wetter machten uns einen Strich durch die Rechnung. Nachdem Vlado am Vormittag abgeholt wurde, kam die Sonne raus und mich juckte es in den Fingern doch noch irgendwie einen Altrhein Karpfen zu erwischen.

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Ich beschloß einige Meter, an eine sehr verholzte Stelle zu moven und mit den super schnell arbeitenden FeedCloudz und einem einzelnen Fluo Poppa doch noch einen Biss zu bekommen. Kaum eine halbe Stunde später setze ich mein Vorhaben in die Tat um und freute mich riesig über einen wunderschönen, makellosen Wildkarpfen. So kann es im Frühjahr eben auch laufen.

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Greez und bis zum nächsten kulinarischen Exkurs, Jakko

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