Berichte

SOMMERVIBES DER ANDEREN ART - von Andreas Meier

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Noch nie gab es einen so heißen und langen Sommer wie den diesen, was die erfolgreiche Angelei, meiner Meinung nach, teilweise sehr schwer machte. Mit jedem heißen Tag mehr, wurden die Beißphasen kürzer und die Fische schienen immer weniger zu fressen. In einigen Gewässern hier und da, gab es vereinzelt schon Meldungen von gerade große Fischen, die tot aufgefunden wurden. So leider auch in Gewässern die ich häufiger befische. Aus diesem Grund entschied ich mich, den Fischen zuliebe, erstmal eine kleine Angelpause einzulegen. Ohnehin ließ es mein Terminkalender dieses Jahr bisher nicht so viele Ansitze zu.
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Während ich eine Pause einlegte, beförderten die meisten anderen ansässigen Angler immer noch kiloweise Futter ins Wasser; von sterbenden Fischen oder gar umkippenden Gewässern hatte wohl nicht jeder etwas mitbekommen und so wurden die Gewässer wie im Wahn weiter belastet.
Die Fangmeldungen in dieser Zeit waren ebenfalls bescheiden, um nicht zu sagen blieben fast gänzlich aus. Die Fische hatten offenbar andere Sorgen wie die Nahrungssuche.
Die Tage zogen ins Land und ich kontrollierte ich über eine WetterApp, in meinem Smartphone, ständig ich die aktuelle Wetterprognose, um meine nächste Session genau planen zu können. Nach solch einer langen, heißen Zeit musste ja etwas passieren, sobald der erste Wetterwechsel kommen würde.
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Nach einigen Wochen kam der Tag der kommen musste – von Sonntag auf Montag Nacht sollte es um 10°C abkühlen und der Luftdruck stark fallen. Perfekte Aussichten für einen Versuch! Glücklicherweise begann für mich nun meine Nachtschicht-Woche und ich konnte den Montagmorgen für eine kurze Session nutzen. Ich entschied mich für ein Gewässer, in dem ich unbedingt einen bestimmten Fisch fangen wollte - ein großer Schuppi, über 25 Kilo, der mir schon einige Zeit im im Kopf herum schwirrte war.
Der Wetterwechsel war da und alles wirkte vielversprechend. Pünktlich zum Sonnenaufgang landeten meine Rigs auf einem freien Spot zwischen hohen Krautfeldern in 6-7 Metern Wassertiefe. Zum Einsatz kam ein D-Rig bestückt mit einem FERMENTO Hooka, an der anderen Rute, ein Chodrig mit einem Fluo Poppa.
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Da das Wasser logischerweise immernoch sehr warm war, geizte ich mit dem Futter und verteilte lediglich eine Hand voll leicht verdauliche FERMENTO Boilies und eine Kelle Seedz Plus.
Gegen 8 Uhr begann es zu regnen und fast zeitgleich lief die Rute mit dem Chodrig ab. Nach einem kurzen Drill gab sich ein kleiner Schuppi geschlagen. Kurze Zeit später fielen noch 2 weitere kleine Spiegler auf den Fluo Poppa rein, während die andere Rute mit dem FERMENTO Hooka still lag.
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Gegen 10 Uhr – ich wollte gerade einpacken – setzte sich der Swinger der anderen Rute ganz langsam in Bewegung Richtung blank und stand dann still. Ich rechnete mit einer Brasse und nahm die Rute auf. Entgegen meiner Erwartung schien sich am anderen Ende der Schnur doch ein Karpfen gehakt zu haben. Nach einem kurzen, sehr trägen Drill fand sich ein großer Schuppi, der den FERMENTO Hooka inhaliert hatte, in den Maschen des Keschers wieder. Nach genauerem Hinschauen erkannte ich, dass es sich tatsächlich um den Fisch auf meiner Wunschliste handelte. Ich war etwas verdutzt, daß ich diesen Fisch ein wenig massiver in Erinnerung hatte. Beim anschließenden Wiegen, pendelte sich die Waage bei knapp 21,5 Kilo ein, fast 6 Kilo unter seinem Topgewicht ein. Ich freute mich natürlich riesig, grade meinen Zielfisch gefangen zu haben, doch mir wurde klar, dass man an diesem Fisch erkennt, wie sehr die endlos lange Hitzeperiode, gerade den großen Fischen, zu schaffen machte. Nach einem kurzen, möglichst schonenden Fototermin wieder der lange, abgeschaffte Schuppi wieder in sein Element zurückzulassen.
received 299051680842551Ich hoffe nicht, dass es ihm wie einigen anderen großen Fischen ergeht und er noch einige Jahre gesunder Bewohner dieses Gewässers sein kann. Vielleicht habe ich das Glück ein zweites Mal auf meiner Seite und fange ihn wieder, dann aber hoffentlich in besserer Verfassung.
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Mein Fang sollte uns allen die Augen öffnen, wie gefährlich lange Hitzeperioden für Großkarpfen sein können und dem ein oder anderen vielleicht einen Anstoß geben, über Futtermengen und die daraus folgenden Auswirkungen auf Gewässer und deren Bewohner nachzudenken. Mittlerweile sind die Temperaturen wieder in's unermessliche gestiegen – somit bleibt für mich nur das Warten auf den nächsten Wetterwechsel.
Greetz, Andy!

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