Berichte

Florian Probst: Rumble in the Jungle - Part 1

Das letzte Oktoberwochenende wollten wir nochmal spontan im Süden verbringen und unsere Wahl fiel auf ein sehr spezielles Gewässer in Norditalien, das für wilde und schön beschuppte Karpfen bekannt ist. Der besagte Dschungel ist ein äußerst naturbelassenes, wildes Gewässer, ca. 60 km östlich von Mailand. Der Komplex besteht aus mehreren zusammenhängenden Becken, die durch kleine Schleusen unter- sowie oberhalb der Wasseroberfläche und einige Tunnel verbunden sind. Keiner dieser Bereiche ist hier gleich, jeder hat seine Tücken und Herausforderungen.

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Die Tatsache, dass die Seenanlage direkt an ein kleines Naturschutzgebiet grenzt, verleiht diesem Gewässer einen ganz besonderen Charme, denn dadurch gelten für den Pächter des Sees strikte Regeln. So darf etwa ein Baum der von allein ins Wasser fällt beispielsweise gar nicht entfernt werden und das macht den See so besonders und anspruchsvoll. Spätestens jetzt ist klar, was ich mit Dschungel meine – Hindernisse wie Bäume, Büsche, Inseln und jede Menge Totholz soweit das Auge reicht. Die dahinter liegende Naturschutzzone darf nicht betreten werden und das ist auch gut so! Wer das respektiert, kann die Natur und die Tierwelt hier genießen, wie an nur wenigen anderen Gewässern. Riesige Vogelschwärme verschiedenster Arten sind in diesem Gebiet beheimatet und bieten ein spektakuläres Schauspiel, wenn sie zu hunderten aus den Baumkronen starten. Sobald es zu dämmern beginnt, scheint der Wald zum Leben zu erwachen. Wenn man nachts das Scheinwerferlicht der Kopflampe über die angrenzenden Felder schweifen lässt, wird man von dutzenden reflektierenden Augen beobachtet – unglaublich viele Kaninchen sind hier unterwegs und springen wie verrückt durch den Nebel der nachts die herbstlichen Felder überzieht. Auch bei den Wildschweinen steht die Brunftzeit vor der Tür und wenn man nachts in seinem Brolly liegt, hört man im Wald hinter sich die Laute der Wildscheine und das Knacken der Äste, wenn sie durch das Gebüsch laufen. Das ist Natur pur!

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Die Qual der Wahl bei der Spotsuche – ein Luxusproblem!?

Am Donnerstag kamen wir morgens nach einer regnerischen Nacht am See an und verschafften uns erstmal einen groben Überblick, über die Becken, in denen wir angeln wollten, um einen ersten Eindruck von möglichen Spots oder Hindernissen zu bekommen. Wetterbedingt waren wir leider gezwungen erst die Zelte aufzubauen, um erstmal alles im Trockenen verstauen zu können. Nachdem das erledigt war ließen wir das Boot zu Wasser und begaben uns auf Spotsuche, wobei diese Wortwahl hier ironisch scheint, denn um ehrlich zu sein gibt es hier auf den ersten Blick so viele Hotspots, dass man sich gar nicht entscheiden kann. Nach sorgfältiger Untersuchung der Bodenbeschaffenheiten und Einschätzung der Hindernisse unter Wasser, konnten wir uns dann doch für ein paar bestimmte Spots entscheiden. Also raus mit den Ruten! An diesem See muss man mit Steinmontagen am Fahrradschlauch fischen, einerseits damit kein Blei im Gewässer liegen bleibt und andererseits um zu gewährleisten, dass eventuell abgerissene Fische das Gewicht so schnell wie möglich loswerden. Klar kann so etwas immer mal passieren, wenn man Hindernisse befischt, aber mit ein paar kleinen Tricks und cleverem Ablegen der Montagen kann man dieses Risiko deutlich minimieren und das sollte oberste Priorität sein.

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 Köder und Taktik

Der Bereich, in dem ich meine Ruten ablegen wollte, war gespickt mit Bäumen, die ins Wasser hereinragten. Das Problem an der Sache war, dass die Fische meist nur ganz am Ufer unter den Hindernissen fressen und dort bekommt man deutlich schneller die erhofften Aktionen, denn da finden sie einen Großteil ihrer natürlichen Nahrung wie Krebse und Muscheln. Also suchte ich mir eine freie Stelle zwischen zwei hereinragenden Bäumen und legte dort meine Montage ab. Ich achtete darauf, dass ich in der Nähe von Bäumen ablegte, die nur noch wenige Äste dran haben, um den Fisch unter ihnen auch wieder herauszubekommen.

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Der GLM war für diesen Job die perfekte Waffe! Seine Instanteigenschaften kamen hier perfekt zum Einsatz, denn die Vergangenheit an diesem Wasser hat gezeigt, dass die Fische ständig in Bewegung sind und auch durch den Einsatz größerer Futtermengen nicht unbedingt an einem Platz zu halten sind. Ein weiterer unverzichtbarer Vorteil dieses Boilies ist seine Farbe, die der Farbe des Schlamms am Boden sehr ähnelt und so für die zahlreichen Wasservögel nur schwer auszumachen war.

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Ich verteilte noch ein paar großzügige Hände GLM rund um den Hakenköder und ruderte zurück. Eine Rute musste ich zweimal mit Hilfe eines kleinen Hakens, den ich in einen Ast oder Baum schraubte, umlenken, um an den Spot zu kommen. Diese Art zu Angeln ist nicht alltäglich und macht das Ganze umso interessanter! Zurück am Platz angekommen, begann das Warten… doch das sollte nicht so lange dauern...

Der zweite Part von Flos wilder Angelei erwartet euch bereits an diesem Wochenende, einige Schmuckstücke inklusive...

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