Berichte

Florian Probst: Rumble in the Jungle - Part 2

Die erste Aktion

Wegen der nahezu geschlossenen Bremse und Ruten, die an den Banksticks angebunden waren, um dem Fisch nicht zu viele Meter in Richtung Hindernissen zu geben, gab der Bissanzeiger nur ein paar Pieper von sich, während sich die Rute bereits komplett bog. Ich nahm sie auf und sprang ins Boot. Jetzt hieß es so schnell wie möglich über den Fisch gelangen. Am Spot angekommen bestätigte sich mein Verdacht, dass der Fisch bereits unter zwei, drei Bäumen durchgeschwommen war. Dadurch, dass ich relativ nackte Bäume ausgesucht hatte, konnte ich jedoch die Rute unter ihnen durchfädeln und den Fisch nach dem dritten Baum ins Freiwasser hinausbewegen und zu Ende drillen. Nach einem nervenaufreibenden Kampf konnte ich schließlich einen schönen Halbzeiler landen! „Perfekter Fisch zum Start“, dachte ich mir und war überglücklich, den Fisch sicher gekeschert zu haben.

Karpfen1

Durch die Anreise und die aufwändige Angelei an diesem See waren wir abends sehr müde und der Regen schien auch nicht nachzulassen, deshalb legten wir uns recht zeitig am Abend in unsere Zelte. Während ich dem phasenweise starken Regen, der auf meinen Brolly prasselte lauschte, riss mich der Bissanzeiger aus meinem Ruhemodus. Diesmal war es die linke Rute, die ich unweit von unserem Platz vor einem, ins Wasser hängenden Dornenbusch, platziert hatte. Zuerst versuchte ich vom Ufer aus, den Fisch von den Hindernissen fernzuhalten und das gelang mir auch. Als ich den Fisch im sicheren Freiwasser vermutete stieg ich ins Boot, um ihn zu holen, denn direkt vor unserem Ufer befanden sich noch einige Äste und Wurzeln und ich wollte auf den letzten Metern kein unnötiges Risiko eingehen. Den Fisch im Netz, kam ich wenige Minuten später wieder an den Platz zurück und war sehr happy über einen schönen Schuppi, gezeichnet von alten Verletzungen am Rücken.

Karpfen2

Der Rest der Nacht verlief, abgesehen von den im Unterholz umher tobenden Wildschweinen, eher ruhig.

Nach dem Regen kommt die Sonne!

Diese weckte uns am nächsten Morgen, es hatte aufgehört zu regnen und der Himmel klarte auf. So etwas bringt immer neue Motivation, um die ein oder andere Rute neu auszubringen oder zu kontrollieren. Außerdem konnten wir endlich unsere nassen Klamotten trocknen.

Waesche

 

Karpfen3

An diesem Freitag konnte ich neben der einen oder anderen Karausche noch einen schön beschuppten, wilden Karpfen fangen. Alles schien perfekt zu laufen, doch bekanntlich soll man den Tag nicht vor dem Abend loben und so verlor ich kurz vor der Dämmerung einen wirklich kampfstarken Fisch im Hindernis. Der Fisch war zuvor bereits im Freiwasser gewesen, aber konnte sich immer wieder bis zu dem Bäumen am Ufer kämpfen, wo er schlussendlich ausstieg. Leider konnte ich den Fisch nicht einmal sehen und so plagte mich für den Rest des Tages diese Ungewissheit, wie groß er wohl gewesen wäre oder wie er ausgesehen hätte… Jeder Karpfenangler kennt das! Das einzig Positive daran war, dass ich meine komplette Montage samt Vorfach aus dem Geäst rausbekam und mir sicher sein konnte, dass der Fisch keine Montage mitschleppt. Der Ärger war jedoch schnell verflogen, denn mit ein paar kleinen Änderungen bei den Umlenkern, konnte ich am darauffolgenden Samstag noch zwei weitere Fische sicher landen, darunter einen weiteren Halbzeiler. 

Karpfen4

Drohne3

Einpackfisch auf Ansage!

Natürlich hofft man immer auf den, unter Anglern sehr bekannten, Einpackfisch. So blieben Boot und Ruten auch an diesem Sonntagvormittag bis zum Schluss im Wasser. Nachdem ich die linke und rechte Rute bereits abgebaut hatte und mich wieder dem Tetris-Spiel im Auto widmete fragte mich mein Kumpel, warum ich die dritte Rute nicht eingeholt hätte. Zum Teil aus Spaß und zum Teil aus einem Bauchgefühl heraus entgegnete ich ihm: „Die Rute unter dem Baum am anderen Ufer läuft nochmal ab, wirst schon sehen!“ – Und tatsächlich bog sich die Rute einige Minuten später noch ein letztes Mal in Richtung Wasseroberfläche hinunter. Die Karpfen hier haben eine unglaubliche Kraft und nach einem beherzten Drill kam ein Spiegler mit schönen einzelnen Schuppen zum Vorschein.

Kescher

Nicht der größte, aber als Einpackfisch doch sehr willkommen! Die kleine Schönheit und die magische Stimmung am See, welche nicht zuletzt durch den dichten Nebel, der wie ein Schleier über dem Wasser stand, erzeugt wurde, waren für mich Grund genug, um zum Abschluss einer tollen Session noch einmal ins relativ warme Wasser zu springen und ein letztes Foto zu machen.

Karpfen5

Ich hoffe, dass ich euch ein paar Eindrücke von unserem verlängerten Wochenende weitergeben konnte!

Grüße, Flo!

Mehr von unserem Flo findet ihr auf seinem Instagram Account:
https://www.instagram.com/fp_carpfishing/

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