Berichte

AUF DER SUCHE NACH DEM SPANISCHEN GOLD von Daniel Hiller

Im Mai diesen Jahres war es endlich soweit. Der seit Monaten geplanten Trip an den Riba Roja Stausee stand vor der Tür. Zusammen mit 3 weiteren Kumpels machten wir uns auf die lange Reise in den Süden. Über weite Teile Frankreichs erwartete uns an der Grenze Spaniens eine majestätische und wilde Landschaft. Als wir zum ersten Mal den Rio Ebro und dann die Staumauer passierten, waren wir alle sofort heiß und wollten nur noch raus aufs Wasser. Über ein Welscamp hatten wir für eine Woche ein kleines Hausboot gemietet, um  24 Stunden immer möglichst nah am Fisch zu sein.

Noch bevor wir das Boot beluden wurde uns mitgeteilt, dass seit Tagen , durch das Laichgeschäft der Karpfen und Welse, sowie durch eiskaltes Schmelzwasser bedingt, sehr schlecht gefangen wurde. Patrick, Flo und Pascal, meine Mitstreiter auf diesem Trip wollten sich eher den Raubfischen widmen, nur ich wollte unbedingt einmal das spanische Gold in den Händen halten. Einzig allein, dass der von uns favorisierte Platz frei war, beflügelte unsere Motivation. Dieser Platz bietetete mir die Möglichkeit, sowie das Freiwasser, als auch eine kleine Bucht zu befischen.

Da der Wind seit Tagen konstant sehr stark war, vermutete ich die Fische an den aufgewühlten Ufer oder an den zahlreichen Steilwänden. Gleich in der ersten Nacht ging meine Taktik auf und ich bekam in dieser kleinen Bucht zwei Läufe, welche aber nicht verwertet werden konnten. Anders als an unseren heimischen Gewässern, stellte mich der Riba Roja mit seinen Unterwasserlandschaften, die zum größten Teil aus versunkenen Olivenbaumplantagen bestanden, vor eine richtige Probe. Sofort nach dem Biss saßen die Fische fest . Am nächsten Tag wurden auf allen Ruten Subfloats montiert, um wenigstens eine Chance auf die Fische zu bewahren. 

Leider wiederholten sich die Ereignisse aus der ersten Nacht auch in der Zweiten. Zum Wohle der Fische entschlossen wir uns dazu, den Platz zu wechseln.Wir movten auf die andere Seeseite, auf der uns ein Platz erwartete, welche ähnlich wie der Erste war, die Unterwasserhindernisse aber nicht so stark ausgeprägt waren. Ein paar einzelne, dafür größere Bäume und sehr viel Kraut erwarteten mich, welche aber für befischbar befunden wurde. Sofort wurde in den Krautfeldern Löcher gesucht, in welchen ich die Fische vermuteten. Die Futtertaktik bestand darin, dass ich die Fische, welche sich sofort nach Ankunft zeigten, zum Fressen zu motivieren.

In der ersten Nacht noch fallenstellend, erhöhte ich die Futtermenge konstant und verringerte den Partikeleinsatz immer mehr. Zum Schluss fütterte ich pro Tag ca 10kg Bagders Best FERMENTO Boilies in 20mm und 24mm, welche ebenfalls mit einem 16er Pop Up als Hakenköder verwendet wurden. Durch das fehlende Fischmehl in den Fermentos ging ich den zahlreichen Wallern erfolgreich aus dem Weg. Kein einziger Schleimer bediente sich den Baits. Durch den Einsatz von Korda Super Wrap, mit welchem ich die Hookbaits von den, teils extrem agressiven Krebsattacken schützte, lagen die Baits für unsere beschuppten Freunde bereit.

Endlich konnte ich Läufe, wenn auch unter hartem Einsatz und prima Teamwork verwandeln. Durch einfache, ca 30cm lange Fluocarbon Rigs aus 30lbs Material, kombiniert mit einem stabilen 4er Haken, konnten die Fische sicher gelandet werden.  Besonders die extremen Wasserschwankungen von bis zu 1m am Tag machten es zu einer Herausforderung, die Fische zu landen. Kaum war die Schnur aus einem Hindernis befreit, hing sie schon im Nächsten , oder der Fisch hatte sich tief ins Kraut gewühlt. Als jedoch der erste spanische Wildkarpfen die Wasseroberfläche durchbrach und die Maschen des Keschers ihn umschlossen, war der ganze Frust der letzten Tage vergessen.

Bis zur Abreise konnten immer mehr Fische, trotz der schlechten Bedingungen, zum Landgang überredet werden. Als der letzte Abend angebrochen war, konnten die Ruten ruhigen Gewissens eingeholt werden, um ausreichend Schlaf für die lange Fahrt zu tanken. Die Urform der beheimateten Fischen sowie die Kampfkraft, welche ihres gleichen sucht, machte jeder Drill, unabhängig von der Größe der Karpfen, zu einem Erlebnis.

Eins ist sicher, der Riba Roja wird mich wiedersehen!

Daniel Hiller

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